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Unsere Adventswunder - Geschichten, die das Herz erwärmen: Max

Im Tierschutz engagiert zu sein, ob als Mitarbeiter oder Ehrenamtler, ist oft traurig, manchmal frustrierend und demotivierend.
Viele unserer Tiere kommen krank, verletzt, ungepflegt und vermutlich auch ungeliebt in unsere Obhut.
Nicht allen können wir helfen, nicht alle finden schnell ein neues Zuhause.
Warum wir uns trotzdem jeden Tag wieder für diese Tiere einsetzen, möchten wir in der Zeit  vor Weihnachten erzählen.


Da saß er nun, ein kleiner alter Rüde.
10 Jahre ca. , ein Shi tzu Mix vermutlich.
Sein Fell verdiente kaum diese Bezeichnung, überall Verfilzungen. Schon länger war da kein Kamm in der Nähe.
Er sah verwahrlost aus.
Auf den 1.Blick wie die Hunde aus rumänischen Sheltern.
Aber Max kam aus einer Wohnung aus unserem Landkreis.
Das Veterinäramt hatte ihn bei uns eingewiesen. 
Und er brachte nicht nur seine Geschichte mit sondern auch die seiner Besitzerin. 
Diese war und ist selbst auf Hilfe angewiesen, hatte den Hund erst vor Kurzem übernommen. 
Vorwürfe nutzen hier nichts. 
Es ist ein Zeichen unserer Gesellschaft, das Lebewesen in diesem System " hinten runter" fallen können. 
Ungesehen, unbeachtet. 
Mit 2 oder 4 Beinen. 
Max  hatte Glück und kam Anfang Juni zu uns. 
Die tierärztliche Untersuchung zeigte dann, daß er nicht nur äußerliche Defizite hatte. 
Alle Zähne mussten gezogen werden und sein kleines Herz war auch nicht mehr gesund. 
Langsam konnte er sich bei uns erholen,  Hundefriseurin Gabi zauberte aus dem verfilzten Hund ein niedliches Bürschchen hervor. 
Max konnte jeden Tag mit unseren Gassigängern auf Tour gehen, Neues entdecken. 
Und irgendwie schlich er sich dabei in eins der Gassigängerherzen. 
Und genau das machte ihm den Weg frei vom Zwinger ins eigene Zuhause.

Wir wissen nicht, an wievielen Orten er in seinen 10 Jahren bereits gelebt hat. 
Wir wissen nicht, ob es ihm in dieser Zeit gut ging und wann sein Lebensweg eine Abzweigung nahm, die aus ihm das traurige Häufchen Elend werden lies. 
Wenn wir heute die Bilder aus seinem Zuhause sehen wissen wir aber ganz sicher, er hat es jetzt gut. Sehr gut sogar. 
Bitte haltet die Augen offen, nach Tieren wie Max, die irgendwo still leiden. Und nach Menschen wie seiner Besitzerin.
Oft braucht es nur wenig, um ein Leben lebenswerter zu machen.