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Emil - Tierschutzverein Meiningen e.V. (in liebevoller Erinnerung)

Emil

Regenbogenbruecke
Geschlecht
Männlich
Charakter
Eigenwillig, Überlebenskünstler der langsam Katzengesellschaft und Menschenkontakt zu schätzen weiss, Angreifer aller Hunde

Über Emil

Lieber Emil, wir alle hätten Dir ein schönes Zuhause mit eigener Couch für Dein Rentnerleben gewünscht. Du hattest Dich mittlerweile an Zweibeiner gewöhnt und wusstest die Streicheleinheiten durchaus zu schätzen. Deine Kumpel aus dem Freigang, Horst und Collin, wurden adoptiert und Du bist alleine zurück geblieben. War es die Einsamkeit oder doch die harten Lebensbedingungen auf der Straße, die dazu führten, das Du keine Kraft mehr hattest? Wir werden Dich vermissen. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb Emil am 10.09.2026 Einsamer älterer Herr: Emil Manchmal weiß man etwas erst dann zu schätzen, was man hatte, wenn man es verliert. Wer hätte das gedacht: Tierheimkater Emil, der sich sein Quartier mit Hof-Freigang im Tierheim Rohrer Berg mit einer Katzendame teilte, ist einsam. Rosi, so heißt seine WG-Mitbewohnerin – wie Emil schon in einem etwas reiferen Alter – hat nämlich eine Menschenfamilie gefunden. Seit Rosis kürzlichem Auszug fehlt ihm eine Gefährtin. Dabei hat er sie oft wirklich nicht besonders nett behandelt, sie über den Hof gejagt und sogar verprügelt - wie jede andere Katze, die ihm über den Weg läuft. Während Rosi im neuen Zuhause einen anderen älteren Kater als Mitbewohner bekommen hat, ist Emil nun wieder solo in seiner Behausung, was ihm gar nicht behagt. Er war sein ganzes Leben lang allein, aber offenbar gefiel ihm die Gesellschaft doch recht gut. Der Tiger mit dem treuherzigen Blick  und den von den Kämpfen des Lebens gezeichneten Öhrchen ist ein starker, eigenwilliger Charakter, was ihn auch so besonders macht. Er hat etwas sehr Rührendes, Liebenswertes an sich.  Mindestens acht Jahre lang (über)lebte er in der Meininger Innenstadt - als einsamer „Wolf“, der alle Gefahren kannte und mied. Der grau-getigert-weiße Überlebenskünstler fand es besser, sich nicht zu sehr auf die Menschen einzulassen, die nicht immer nur Gutes im Sinn haben. Aber der Straßenkater traf tierliebe Zweibeiner, die sich um ihn kümmerten und ihm Futter zusteckten. Doch als seine letzten Versorger im November die Stadt verließen, durfte die herrenlose Fellnase im Tierheim einziehen und erwies sich den Zweibeinern gegenüber als ziemlich nett. Trotzdem legt Emil keinen großen Wert auf Streicheleinheiten. Doch auch für ihn gibt es sicher einen Ort, an den er passt, Menschen, die ihn ins Herz schließen, auch wenn er kein Schoß- und Schmusekater ist. Katzenfreunde, die ihm seine Freiheit zum Herumstreunern einräumen – nach ausreichend langer Eingewöhnungszeit und mit liebevoller Grundversorgung. Ein Gehöft oder Garten wäre nicht schlecht, wo er sich auch als Mäusefänger betätigen kann.