Dringend gesucht: „Krippenplätze“ für Katzenkinder

Hilfe, liebe Tierfreunde: Die Herbst-Babykätzchen sind im Anmarsch – und schon jetzt fehlt es im Meininger Tierheim Rohrer Berg an Platz, um selbst die schon gemeldeten Tierchen aufzunehmen. Die Katzenquarantäne ist ausgebucht, die Pflegestellen sind es ebenfalls. Nicht auszudenken, wie sich die Situation in den nächsten Wochen zuspitzen wird. Was tun? Katzenfindelkinder schutzlos zurücklassen, Finder abweisen? Das Meininger Tierheim kommt jedes Jahr wieder in diese schwierige Lage. Der Tierschutzverein sucht deshalb händeringend Menschen, die sich zutrauen, als Pflegestelle Katzenkindern auf dem Weg ins Leben zu begleiten.
Der Hilferuf der Meininger Tierschützer ist nicht neu. Jedes Jahr müssen sie sich an die Katzenfreunde der Region mit derselben Bitte wenden. Denn für die Pflegestellen gilt: Wie gewonnen, so zerronnen. Viele schließen ihre Schützlinge nämlich so ins Herz, dass sie sie selbst adoptieren. Natürlich freut sich der Tierschutzverein, dass die Tierchen damit ein fürsorgliches Zuhause haben. Doch die Suche nach freien Betreuungsplätzen für die Mini-Stubentigerchen beginnt wieder von Neuem.
Die beste Umgebung für die Winzlinge ist immer eine Pflegestelle. Wenn die Mutterkatze fehlt und der Nachwuchs mit Fläschchen gefüttert werden muss, aber auch, wenn die Mama die Kleinen selbst versorgt oder sie bereits selbstständig fressen können, wäre eine Pflegestelle der Quarantänestation meist vorzuziehen. Hier können sie die meiste menschliche Nähe und Zuwendung bekommen und wächst Vertrauen. Diese menschliche Prägung wirkt sich auf ihr ganzes weiteres Leben aus.
Pflegestelle zu sein, ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgabe, aber auch herzerwärmend, erfüllend und wunderschön. Natürlich kann es helfen, schon über Erfahrung mit Katzen zu verfügen. Doch das ist keine Voraussetzung. Die Pflegestellen werden vom Tierschutzverein betreut und stehen miteinander in Kontakt, sodass man sich immer Rat bei anderen Katzenfreunden und im Tierheim holen kann.
Was man mitbringen muss, ist Zeit und Tierliebe. Bei der Ausstattung hilft das Tierheim. Selbstverständlich ist der Verein bei der Belieferung mit Katzenmilch und Katzenfutter behilflich, wenn das gewünscht wird, und trägt die ärztlichen Kosten. Idealerweise sollte die Pflegefamilie mobil sein und Tierarztbesuche übernehmen können. Wenn die Kätzchen so weit sind, kümmert sich der Verein um die Vermittlung.
Eine wichtige Pflegestellen-Bedingung ist die Möglichkeit, die Tiere in einem separaten Raum unterzubringen. Denn sie sollten in den ersten Wochen nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommen. Später kann das aber sogar nützlich sein.
Wer sich als Pflegestelle anbietet, braucht Verständnis für die Kleinen. Wichtig ist, dass sie die Menschen von ihrer besten Seite erleben, um Vertrauen zu fassen. Und so niedlich schnurrende Katzenkinder sind, es gibt auch andere Situationen. Die Tierchen sind nicht immer in einem guten gesundheitlichen Zustand und haben vielleicht anfangs große Angst. Umso schöner ist es zu sehen, wie sie sich entwickeln, wachsen und gedeihen.
Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, Pflegestelle zu werden. Wer sich das vorstellen kann, sollte sich bitte schnell beim Meininger Tierschutzverein melden – entweder über das Tierheim Rohrer Berg, Am Alten Flugplatz 13, Telefon 03693-478460, oder über die

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Veröffentlichung

Mi, 09. September 2026

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