Wie funktioniert eine Adoption?


1

Kennenlernen

Lernen Sie Ihr neues Familienmitglied kennen
Wir legen Wert darauf, dass der neue Besitzer das Tier zunächst möglichst gut kennenlernt und eine Beziehung dazu aufbaut. Wir geben die Tiere deshalb auch noch nicht nach einem Besuch ab. Um Halter unserer Tiere zu werden, sollte man sich mehrmals einfinden und mit dem Tier beschäftigen – streicheln, füttern, mit Hunden Gassi gehen. Eine Reservierung ist möglich. Auch eine Probezeit kann vereinbart werden.

2

Selbstauskunft

Die Lebensumstände sind wichtig
Jeder Interessent muss uns eine Selbstauskunft ausfüllen, aus der wir entnehmen können, welche Bedingungen das Tier in seinem neuen Lebensumfeld vorfinden wird.

3

Vorkontrolle

Wir kommen zu Ihnen nach Hause
Vor jeder Vermittlung ist eine Vorkontrolle vorgesehen, damit sich unsere dafür zuständigen Vereinsfreunde ein Bild davon machen können, ob die Bedingungen tatsächlich so sind, wie wir sie uns für unsere Schützlinge wünschen und wie sie dem Tierschutz entsprechen. Bei der Übergabe verpflichtet sich der neue Besitzer in einem Vermittlungsformular, jederzeit für das Tierwohl zu sorgen.

4

Das bieten wir

Darum brauchen Sie sich nicht zu kümmern
Unsere Tiere werden von unserer Tierarztklinik geimpft, entwurmt, gechippt, Katzen außerdem kastriert. Wir legen viel Wert aufs Chippen und Anmelden (bei Findefix und Tasso), damit die Tiere wiedergefunden werden können, wenn sie entlaufen oder entwendet worden sind. Ganz wichtig ist uns auch die Kastration – zum einen aus gesundheitlichen Gründen, zum anderen, um eine unkontrollierte Vermehrung von Freigängern und Streunern und damit sehr viel Katzenelend zu vermeiden.

5

Kastration

Gutschein möglich
In der Regel werden Katzen nur kastriert abgegeben. Ausnahme: Wenn sie noch zu jung dafür sind. Denn insbesondere kleine Kater sollten nicht zu früh kastriert werden. Trotzdem können die Jungtiere schon vermittelt werden. Um sicherzustellen, dass die Tiere dennoch kastriert werden, bekommen die neuen Besitzer einen Kastrationsgutschein für ihr Tier, den sie später auf unsere Kosten einlösen können.

6

Kosten

Diese Kosten kommen auf Sie zu
Sie zahlen für eine unkastrierte Katze 50 Euro, für eine kastrierte Katze 70 Euro.
Sie zahlen für einen Hund 200 Euro, für einen älteren Hund 150 Euro.
ACHTUNG! Wir akzeptieren nur Barzahlungen. Sie bekommen einen Beleg und einen Abgabevertrag. Keine Ratenzahlung möglich.

7

Und danach?

Wie geht es weiter?
Um sicherzugehen, dass es unseren Schützlingen auch nach der Vermittlung gutgeht, behalten wir uns Nachkontrollen vor.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Uns liegt viel daran, gute Bedingungen für Mensch und Tier zu schaffen und Lösungen zu finden, wenn es Probleme geben sollte.


Was Sie bei einer Adoption eines Hundes beachten sollten:

Lieber Hunde-Freund,

vielen Dank, dass du dir deinen neuen Hund in unserer Tierauffangstation ausgesucht hast. Du hast dich bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz entschieden, der nun für einige Jahre an deiner Seite sein wird und dein bester Freund werden kann, wenn du ein paar Dinge beachtest.

Dein Hund hat vermutlich eine schlimme Vergangenheit, die natürlich nicht vergessen wurde. Vielleicht wurde er geschlagen, nicht artgerecht gehalten oder von seiner Familie abgegeben. Wie auch bei Menschen braucht es einige Zeit, um das zu verarbeiten und wieder neues Vertrauen zu gewinnen.

In unserer Tierauffangstation können wir nicht testen, ob ein Hund stubenrein ist oder wie er sich allgemein in einer Wohnung verhält. Wir wissen nicht, ob dein neuer Begleiter alleine bleiben kann, freundlich auf andere Tiere reagiert oder aus Frust oder Langeweile Gegenstände demoliert.

Du siehst also, dass du vor einer großen Herausforderung stehst, und dir sollte bewusst sein, dass dein neuer Freund auch Probleme machen kann. Probleme, die dich oder deine Familie an eure Grenzen bringen.

Um euch die gemeinsame Eingewöhnungsphase etwas leichter zu machen, haben wir einige Tipps für dich.

Nimm dir für den Anfang Zeit, deinen Hund kennenzulernen. Lasse ihn nicht sofort alleine. Er braucht dich jetzt mehr denn je. Für ihn ist alles neu und das verunsichert oder macht sogar Angst und Panik. Er wird seine neue Welt erschnüffeln und so nach und nach sein neues Revier kennenlernen.

Lasse ihn, in deiner Begleitung, an den Personen schnüffeln, die mit dir zusammenleben, und habe bei Kindern eine gesunde Vorsicht.

Besorge dir ein Sicherheitsgeschirr mit drei Gurten und am besten wäre zudem eine zweite Leine. An den meisten Sicherheitsgeschirren befinden sich zwei Ösen. Vermesse deinen Hund mit einem Maßband und lasse dich in einem Fachgeschäft beraten. Das Ausmessen kannst du sogar schon im Vorfeld in unserer TAS erledigen und damit bist du optimal vorbereitet, dass er dir nicht entwischt.

Suche dir für Gassigänge ruhige Strecken. Wege mit viel Verkehr und anderen äußeren Reizen solltest du erst einmal meiden, um deinen Hund nicht zu überfordern.

Stubenreinheit: Es kann sein, dass dein Hund nicht stubenrein ist. Trotzdem können sie das bis ins hohe Alter hinein lernen. Versuche eine feste Tagesstruktur zu entwickeln, damit sich dein neuer Freund besser orientieren kann. Anfangs solltest du alle zwei Stunden mit ihm rausgehen und außerdem direkt nach dem Fressen. Macht er draußen brav sein Geschäft, lobe ihn im höchsten Maße. Mache richtig Party, um ihm zu zeigen, wie sehr du dich über sein Verhalten freust. Ein Leckerchen oder ein Lieblingsspielzeug sollten dabei auch nicht fehlen. Natürlich kann es passieren, dass er sein Geschäft in deinem Zuhause macht. Wische es kommentarlos weg. Bestrafe ihn nicht dafür, denn er weiß noch nicht, wie es richtig ist, und durch Bestrafungen verliert er das Vertrauen zu dir.

Alleine bleiben: Bei uns in der Tierauffangstation war dein Hund immer von Artgenossen umgeben. Nun muss er plötzlich auch mal alleine bleiben und diese ungewohnte Situation ist für dein neues Familienmitglied möglicherweise kaum zu ertragen. Er könnte mit Bellen, Jaulen, Kratzen oder gar Zerstören von Gegenständen reagieren.

Versuche ihn in klitzekleinen Schritten daran zu gewöhnen. Du kannst vorerst in deinem Wohnraum üben. Begebe dich in einen anderen Raum und verschließe die Tür. Warte eine Minute und wenn dein Hund ruhig ist, gehe zu ihm und lobe ihn. Beim nächsten Versuch wartest du zwei Minuten, bevor du wieder zu ihm gehst. Achte darauf, dass du nur in den Momenten zurück kommst, in denen sich dein Hund ruhig verhält. Das kannst du dann auf deine Haustür ausweiten.

Lebst du in einem Mehrfamilienhaus, ist es ratsam, vorher mit deinen Nachbarn zu reden, um unnötigen Unmut zu vermeiden. Mit etwas Süßem oder einer Flasche Wein lassen sich erhitzte Gemüter schnell besänftigen.

Leine oder Freilauf: In der ersten Phase des Kennenlernens ist es ratsam, deinen Vierbeiner außerhalb deiner Wohnung nicht von der Leine zu lassen. Auch auf deinem gesichertem Grundstück solltest du ihn noch nicht von der Leine nehmen. Er muss erst lernen, dass er nun zu dir gehört. Zudem lässt sich auch gefahrlos abchecken, ob dein Grundstück wirklich ausbruchssicher ist. Ein großer Hund ist durchaus in der Lage, über einen hohen Zaun zu springen, und kleine Hunde entdecken schnell kleine Durchschlüpfmöglichkeiten. Natürlich gibt es auch noch die Buddler, die sich unter den Zäunen in die Freiheit kämpfen. Sollte dir der Bewegungsradius deines Hundes am Herzen liegen, kannst du vorerst eine Schleppleine nutzen.

Bitte nimm auch außerhalb deines Grundstücks den Hund nicht von der Leine, bevor der Rückruf hunderprozentig klappt.

Hilfe: Wir lassen dich nicht im Regen stehen! Solltest du mit deinem neuen Partner Probleme haben, die du nicht alleine bewältigen kannst, habe den Mut, uns anzurufen. Wir werden mit dir zusammen nach Lösungen suchen und unsere Hundeexperten haben garantiert Tipps für dich parat.

Zusätzlich kannst du dich in zahlreichen Internetforen oder in Büchern informieren. Mit viel Geduld lernst du das Wesen und die Verhaltensweisen deines Hundes kennen und kannst diese besser deuten. Alles braucht seine Zeit und umso mehr du deinem Schützling Ruhe und Gelassenheit vermitteln kannst, desto mehr Freude wirst du an ihm haben.

Versuche, dich so oft wie möglich in die Lage deines neuen Freundes hineinzuversetzen. Ein Hund macht dir keinen Ärger, weil er “böse” ist. Nein, dein Hund hat nur noch nicht gelernt, mit der Vielzahl der neuen Situationen zurechtzukommen.

    Lernt euch in Ruhe kennen!

Was Sie bei einer Adoption einer Katze beachten sollten:

Lieber Katzen-Freund,

wir freuen uns, dass du dich dafür entschieden hast, dein Zuhause künftig mit einer Katze aus unserer Tierauffangstation zu teilen. Dass du dir keine Mieze aus einer Zucht holst, sondern einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance geben möchtest, wissen wir sehr zu schätzen. Und das Tier, das du jetzt vielleicht schon in dein Herz geschlossen hast und das dich nun für einige Jahre deines Lebens begleiten wird, weiß das ganz sicher auch.

Vielleicht bist du ein erfahrener Katzenbesitzer, vielleicht ist es aber auch dein erstes eigenes Tier. Sicher weißt du aber längst, dass Katzen starke Charaktere mit einem ganz eigenen Kopf sind. Das gilt nicht nur für unsere Samtpfoten in der Tierauffangstation, aber für sie noch mehr als für andere. Ein Kätzchen, das als Handaufzucht dem Menschen von klein auf vertraut wurde, zeigt ein völlig anderes Verhalten als eines, das verstoßen oder misshandelt wurde, dem Menschen misstraut oder dass ihn als halbwildes Tier nur aus der Ferne kennt.

Dein Kätzchen hat womöglich keine guten oder nur wenige Erfahrungen mit Menschen gemacht. Vielleicht hat man es getreten, eingesperrt, mit Gewalt zu irgendwelchen Verhaltensweisen genötigt, möglicherweise wurde es aus einem Auto geworfen oder verjagt. Ein Tier kann solche Erfahrungen ebenso wenig vergessen wie wir Menschen. Die Zeit aber heilt manche Wunde und daraus kann neues Vertrauen entstehen, wenn man sich ernsthaft darum bemüht.

Katzen sind stolze, eigenwillige Tiere, aber auch sehr sensibel und vorsichtig. In unserer Tierauffangstation und unseren Pflegestellen versuchen wir, ihre Gesundheit wiederherzustellen, ihre Ängste abzubauen, sie mit anderen Katzen zu sozialiseren und auch ihre individuellen Bedürfnisse herauszufinden. Einige sind kontaktfreudig, verspielt und verschmust, andere sehr scheu, schreckhaft und zurückhaltend, wieder andere widerspenstig und sogar aggressiv. Je nachdem, wie ihre vorherigen Lebenserfahrungen waren. Diese Verhaltensweisen kann man mit der Zeit beeinflussen, aber nicht grundsätzlich ändern. Wenn man eine Katze in sein Herz schließt und bei sich aufnehmen möchte, dann muss man sie mit all ihren Eigenheiten akzeptieren. Der größte Fehler, den man begehen kann, ist, ihr den eigenen Willen aufdrängen zu wollen. Man kann Katzen nicht zwingen, bestenfalls mit Geduld und Zuwendung überreden. Man kann sie auch nicht bestrafen, sie würden nur das Vertrauen verlieren, aber widerspenstig bleiben. Man kann aber versuchen, sie durch ständiges Wiederholen von Kommandos oder Gesten ein wenig erziehen. Man muss ein feines Gespür dafür entwickeln, was ihre Bedürfnisse sind. Wann sie Streicheleinheiten möchte und wann es damit gut ist, ob man sie auf den Arm oder Schoß nehmen darf oder ob sie das lieber selbst entscheidet oder gar ablehnt. Katzen haben ihren eigenen Kopf, was leider auch für die Nahrung gilt.

Wir können dir nicht voraussagen, wie sich die Katze in ihrem neuen Zuhause benehmen wird. Das kann sich von ihrem Verhalten im Tierheim unterscheiden. Es kommt darauf an, wie wohl sie sich mit ihren Menschen fühlt, wie ihr die Umgebung gefällt, ob sie Beschäftigungsmöglichkeiten hat und ob sie auf Artgenossen reagieren muss. In der Tierauffangstation lässt sich bereits feststellen, ob sie andere Katzen um sich haben möchte oder zumindest toleriert – nur einige wenige tun das nicht. Ob sie auch einen Hund akzeptiert, können wir freilich nicht testen. Grundsätzlich sind die meisten Katzen sehr gesellig. Nach einer Eingewöhnungszeit akzeptieren die „Platzhirsche“, die vorhandenen Katzen im Haushalt, die Neuzugänge meist. Das Zusammenleben spielt sich nach ein paar Rangeleien ein. Allerdings gibt es auch Unversöhnlichkeiten. Wenn man merkt, dass eines der beteiligten Tiere mit der Situation längerfristig absolut nicht klarkommt, aggressiv wird, Fressen und Zuneigung verweigert, sich komplett zurückzieht, in die Wohnung pinkelt und ähnliches, hilft leider nur der Rückzug. In solchen Fällen nehmen wir die Katze wieder bei uns auf.

Vor allem in einer Wohnung sollten im Normalfall mindestens zwei Katzen zusammen gehalten werden, die sich, wenn sie sich akzeptieren oder sogar mögen, viel miteinander beschäftigen werden. Dann kann man sie sogar mal für einige Stunden in der Wohnung allein lassen. Mit einer Einzelkatze geht das oft nicht gut. Nicht nur, dass sie sich langweilt und einsam fühlt, sie wird ihr Missfallen auch zeigen. Sie wird jammern, kratzen, Dinge zerstören, pieseln und ähnliches mehr.

Wenn sich Katzen nicht wohlfühlen in ihrer Umgebung, dann machen sie das mit ihrem Verhalten sehr deutlich. So wird auch eine stubenreine Katze mit Protestpinkeln oder –koten, vorzugsweise an den Lieblingsplätzen des Besitzers, und mit ähnlichem Verhalten zeigen, dass ihr etwas gründlich gegen den Strich geht. Fühlen sich Katzen in die Enge getrieben, gehen sie die Wände und Vorhänge hinauf, ergreifen, wenn möglich, die Flucht oder verkriechen sich in den unerreichbarsten Winkel der Wohnung, den sie mitunter auch nicht wieder freiwillig verlassen. Zu solch einer Eskalation darf es nicht kommen. Unter Stress können Katzen sehr krank werden. Deshalb ist es uns auch so wichtig, dass du dein Tier vorher richtig kennenlernst und umgekehrt. Ihr müsst euch beschnuppern und herausfinden, ob die Chemie passt. Es kommt nicht selten vor, dass die Katze sich ihren Menschen selbst aussucht und dessen Herz damit auch schon erobert hat.

Wir möchten dir ein paar Tipps für die Eingewöhnungszeit mit auf den Weg geben.

Vor allem anfangs sollteste du dir viel Zeit nehmen für das Kennenlernen. Das gilt für Stubentiger wie für Freigänger. Ehe du deine Freigänger-Katze nach draußen lässt, sollte sie dich und ihre neue Umgebung schon ein paar Wochen kennen. Sie muss die Gerüche und Gegenstände zuordnen können, sie muss Vertrauen zu dir und deiner Familie haben und das sichere Gefühl: Hier geht es mir gut. Auch an Hof und Garten sollte man sie zunächst unter Aufsicht gewöhnen, ehe sie selbstständig ihrer Wege gehen darf. Fühlt sie sich nicht wohl oder noch fremd, kommt sie möglicherweise vom Ausflug nicht wieder.

Aber auch einen Stubentiger sollte man nicht sofort alleine lassen, denn die neue Umgebung verunsichert ihn und jagt ihm Angst ein. Hilf ihm, bei dir anzukommen! Wenn du da bist, ist es für die Katze leichter, das neue Terrain zu erkunden und als Zuhause anzunehmen. Lass auch deine Mitbewohner behutsam Konktakt aufnehmen. Kinder im Haus sollte man unbedingt darin unterweisen, sich Katzen ruhig, mit leiser Sprache, auf einer Ebene und langsam zu nähern, sie nicht festzuhalten oder an Körperteilen zu ziehen. Dann gibt es auch keine Kratzer und Tränen.

Wann fühlen sich Katzen wohl in ihrem neuen Zuhause? Wichtig ist – insbesondere bei Wohnungskatzen –, ihnen genug Platz zum Herumrennen und –springen anzubieten. Um die Möbel zu schonen, sollte sich in jedem zugänglichen Raum ein kleiner Kratzstamm oder ein Kratzbrette befinden. Da sie zudem Kletterkünstler sind, bieten sich neben Kratzbäumen auch Wandelemente und Regale an, auf denen sie herumturnen können.

Katzen lieben es, ihre Schlaf- und Ruheplätze zu wechseln. Daher solltest du deinem Schützling gleich mehrere anbieten, am besten auch den einen oder anderen höher gelegenen, denn Katzen schauen gern von oben auf die Welt.

Katzen sind längst stubenrein, wenn wir sie vermitteln, und nehmen Katzenklos überall problemlos an. Da sie sehr reinlich sind, bestehen sie aber auf saubere Katzenklos. Hin und wieder kommt es vor, dass sie mit einer Streusorte nicht klarkommen, weil ihnen die Konsistenz unangenehm ist, dann sollte man wechseln.

Ob Trocken- oder Nassfutter die bessere Wahl ist, darüber gibt es geteilte Ansichten. Das eine ist besser für die Zähne, das andere für die Nieren. Am besten ist, man bietet beides an. Auch ein gefüllter Wassernapf (gerade bei Trockenfutter-Essern) sollte bereitstehen – vorzugsweise nicht in der Nähe des Futters. Die Futter-Wahl trifft ohnehin die Katze selbst. Alternativ kannst du es auch mit natürlicher Fleischversorgung, dem sogenannten Barfen, versuchen. Damit musst du dich aber eingehend beschäftigen, damit dein Tier mit allen wichtigen Nährstoffen in der richtigen Zusammensetzung versorgt wird. Ganz wichtig für ihre Verdauung ist für Wohnungskatzen ein gut zugänglicher Topf mit frischem Katzengras!

Während sich Freigänger ihre Spiel- und Fangobjekte selbst suchen, brauchen Stubentiger unbedingt Spielzeug und passende Spielgefährten. Katzen laufen nicht nur so nebenher, sie wollen von ihrem Menschen beschäftigt sein. Dazu zählen nicht nur Füttern und Streicheln, sondern eben auch Spieleinheiten, am besten solche Beschäftigungen, bei denen die Katze ihren Jagdinstinkt ausleben kann.

Du fürchtest, dass du die Bedürfnisse deines Tieres nicht erkennst? Keine Sorge, Katzen sind sehr selbstständig und wissen am besten, was gut für sie ist. Auch verstehen sie es ausgezeichnet, sich verständlich zu machen, wenn sie erst einmal Vertrauen zu dir gefasst haben. Sie springen auf deinen Schoss, wenn sie kuscheln wollen, sie führen dich mauzend zum Fressnapf, wenn sie Nachschub wollen, sie mopsen dir deine Utensilien, wenn sie spielen wollen.

Trotzdem wirst du erkennen, dass ein neues Haustier, gerade eines aus dem Tierschutz, auch eine richtige Herausforderung darstellt. Katzen brauchen viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sympathie ist die eine Seite bei einer Adoption, Geduld und Einfühlungsvermögen aber sind für ein harmonisches Zusammenleben entscheidend. Das du das du die aufbringen kannst, das wünschen wir uns für unsere Tiere!

Natürlich kann es bei aller Vorbereitung und beim besten Willen zu Problemen kommen, die du nicht alleine in den Griff bekommst. Hab keine Scheu davor, uns anzurufen. Gemeinsam werden wir Lösungen finden. Unsere Katzenexperten haben viele Tipps auf Lager.

Darüber hinaus kann es nicht schaden, sich in einschlägigen Internetforen oder Büchern schlau zu machen. Das Zusammenleben mit einem neuen Haustier braucht eine Eingewöhnungszeit. Gib euch diese Zeit! Es lohnt sich!

Mach dir dabei immer bewusst, dass eine Katze, wenn sie etwas Unerwünschtes tut, das nicht aus Boshaftigkeit macht, sondern weil sie es noch nicht besser weiß oder weil das ihre Sprache ist, um Dir zu sagen, dass sich etwas ändern muss in eurem Zusammenleben. Deshalb: Versuche dich in solchen Situationen in die Lage deines neuen Mitbewohners hineinzuversetzen. Das wird dir die Augen öffnen und ihr werdet wunderbar miteinander klarkommen!