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Atze verkriecht sich unter der wärmenden Decke


Zu kalt selbst für Pelzträger

Veröffentlicht am: 2021-02-14 21:41:56

In den vergangenen Februar-Tagen zeigten die Thermometer morgens um die minus 20 Grad Celsius an. Wir erleben einen ungewöhnlich kalten Winter für unsere hiesigen Verhältnisse. Diese Woche kam aus dem Landkreis die traurige Meldung, dass ein tags zuvor entlaufener Hund erforen aufgefunden wurde - ein Tier, bei dessen Fellstruktur und Konstitution das kaum jemand erwartet hätte. Es könnte daran liegen, dass unsere Haustiere diese Temperaturen gar nicht mehr gewohnt sind. Natürlich gibt es Hunderassen, etwa Huskies, die bei dieser Kälte erst so richtig ihre Freude haben. Aber für die meisten Bellos ist es deutlich zu eisig.
Muss euer vierbeiniger Freund aus irgendwelchen Gründen nachts draußen bleiben, isoliert seinen Schlafplatz und besorgt ihm einen warmen Mantel. Es gibt viele verschiedene Faktoren, ab wann ein Hund friert. Hat er Unterfell? Ist er groß, klein, dick, dünn, alt, jung? Und so weiter. Um ganz sicher zu gehen, holt ihn bei diesen Temperaturen am besten ins Haus, wenn es euch irgendwie möglich ist. Auch einigen unserer Schützlinge in der Hundezwingeranlage der Tierauffangstation ist es momentan trotz Wärmelampen und Decken zu kalt. Atze und Babsi bekamen jetzt einen warmen "Winterpullover", Atze, der an Arthrose leidet, durfte zudem in ein warmes Separée umziehen. Selbst Kangal Rowdy, eigentlich seit Jahren an die raue Witterung auf dem Rohrer Berg gewöhnt, ist jetzt in einem Alter, da er lieber unter eine Decke kriecht.
Die Samtpfötchen im Katzenhaus der Tierauffangstation haben es ohnehin mollig warm. Viele Miezen lieben bekanntlich Wärme.
Gesunde Katzen können allerdings dank ihres dichten Unterfells im Winter als Freigänger Temperaturen bis etwa minus 20 Grad Celsius aushalten, bevor es für sie gefährlich wird. Kränkelnde, alte, schwache Tiere sollte man diesen Temperaturen jedoch nicht aussetzen. Außerdem wird es für alle Miezen problematisch, wenn ihr Fell feucht ist. Dann können schon wenige Grade unter dem Gefrierpunkt lebensbedrohlich werden.
Katzen komplett aus ihrem gewohnten Freigang zu holen, bedeutet Stress für die Fellnasen. Deshalb solltet ihr bitte sicherstellen, dass sie jederzeit ins Warme können. Ein selbstgebasteltes, isoliertes Häuschen wäre auch eine Möglichkeit. Allerdings sollte man bedenken, dass Rassekatzen empfindlicher auf die Kälte reagieren als die robusten Europäischen Kurzhaarkatzen.