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Der Tierschutzverein Meiningen wünscht frohe Festtage

Veröffentlicht am: 2020-12-23 18:18:13

Liebe Leser*innen,

ein total verrücktes Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen. Wir hoffen, ihr habt diese Pandemie bisher unbeschadet überstanden und keine traurigen Verluste in eurem Familien- oder Bekanntenkreis zu beklagen.

Für den Tierschutzverein Meiningen und die Tierauffangstation war das Jahr 2020 mit sehr vielen Höhen und Tiefen verbunden. Beinahe von einen auf den anderen Tag, gab es gute und schlechte Meldungen. Allem voran waren immer wieder die Bau-Themen sehr nervenaufreibend. Der Supergau war, als es hieß, dass das Welpenhaus komplett abgerissen werden musste. Es war zu marode, um nur den Innenausbau zur Katzenquarantäne abzuschließen - nein! - das ganze Haus inklusive Bodenplatte musste weg. Leider schmiss das auch den finanziellen Plan ganz schön durcheinander ... Trotzdem wurde viel geschafft in der Tierauffangstation.

Wir wollen euch gar nicht mit Details langweilen, die ihr alle hier auf der Webseite nachlesen könnt.

Weihnachten ist ein Fest der Nächstenliebe und wir wollen uns herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken. Nicht nur die vielen Spenden haben uns durch dieses harte Jahr geholfen, sondern auch viele freiwillige Arbeitseinsätze. Stunde um Stunde wurde in der Tierauffangstation geackert, um es den Tieren und den Mitarbeitern so angenehm wie möglich zu machen.

Pflegestellen nahmen Hunde und Katzen auf, für die das Leben - eingesperrt - zur Tortur geworden wäre. Tierarztbesuche, Erziehung und viel Putzarbeit sind dabei vonnöten. Das haben sie toll gemacht!

Weil wir nicht alle Tiere aufnehmen können, haben wir auch einige Menschen, die sich um die Kastrationen von herrenlosen Katzen kümmern. Dieser Job ist super anstrengend und zeitintensiv. Täglich müssen diese Helfer die eingerichteten Futterstellen betreuen und nebenher auf Krankheiten innerhalb einer Population achten. Ohne ihre Hilfe vor Ort würde sich das Tierleid ausbreiten, wie ein Lauffeuer.

Den Mitarbeitern gilt auch besonderen Dank. Klar! Sie werden dafür bezahlt aber die freiwilligen Zusatzstunden, die emotionale Belastung und auch die schwierige Arbeit mit so manchem zweibeinigen Zeitgenossen, ist unbezahlbar. Unbezahlbar ist auch die Arbeit des gesamten Vorstandes des Vereins. Kaum eine ihrer Arbeit, ist direkt am Tier - leider - Es werden Anträge über Anträge geschrieben, organisiert, koordiniert, telefoniert, gerechnet, gebucht, Gesetze gewälzt und vieles mehr. Außenstehende sehen das leider nicht und zudem werden diese Arbeiten alle neben dem privaten Hauptberuf erledigt. Freizeit ist da rar. Sie danken immer allen Helfern, bekommen aber sehr selten auch ein Lob zu hören oder gar ein Dankeschön.

Dieses Jahr hatten wir zwei wirklich große Spendeneingänge von jeweils 5000 Euro. Diese großzügigen Spender haben dafür gesorgt, dass allen kurz die Luft wegblieb, als sie die Posten auf den Kontobewegungen sahen. Es bewirkt ein unbeschreibliches Gefühl im Bauch denn wir wissen, dass damit die Haltungsbedingungen noch etwas mehr verbessert werden können. Natürlich gibt es auch Menschen, die wenig haben und uns dennoch den einen oder anderen Euro spenden. Diesen Tierschützern, die uns mit Geld- oder Sachspenden unterstützen, danken wir aus tiefsten Herzen. So vieles wäre ohne diese Großzügigkeit nicht möglich.

Nicht vergessen dürfen wir die Gassigänger, Katzenstreichler und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Tierauffangstation. Zwei ganz besondere Menschen kommen beinahe täglich, um sich mit unseren Vierbeinern zu beschäftigen.

Weil auch die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert, gibt es natürlich ein Dankeschön an das Veterinäramt und sämtliche Ordnungsbehörden, die in unseren Zuständigkeitsbereich fallen. Allen voran stehen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Helba. Sie sind sich für keinen Job zu schade und haben auch in diesem Jahr, so manches Tier aus unangenehmen Situationen befreien können.

Der Tierschutzverein Meiningen ist nicht perfekt aber jeder von uns arbeitet daran, in kleinen Schritten besser zu werden. Es wäre nicht richtig zu sagen, dass uns Menschen keine Fehler passieren. Die gibt es immer. Manchmal hat man schlechte Laune oder es läuft vieles nicht wie gewünscht. Auch in den Dokumentationen, Statistiken, Betreuung der Zweibeiner und Tierpflege entwickeln wir uns ständig weiter. Manchmal heißt es "Lernen durch Schmerz" - ob psychisch oder physisch - aber wir lernen! Manchmal hapert es an der lückenlosen Kommunikation aber auch hier konnten wir uns verbessern.

Was bleibt zu sagen? Wir haben inzwischen eine richtige kleine Fangemeinde und wir freuen uns wenn ihr unsere Arbeit gut findet und ihr euch für den Tierschutz interessiert.

Wir wünschen euch ein richtig besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Für das kommende Jahr wünschen wir euch von ganzem Herzen viel Gesundheit!

Liebe Grüße vom Admin - Team