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Fundtiere nur noch aus Vertragsgemeinden

Veröffentlicht am: 2020-01-01 18:34:29

Als Tierschutzverein wollen wir für Tiere da sein, die sich in Notlagen befinden. Als Verein sind unsere finanziellen Möglichkeiten aber sehr beschränkt. Deshalb ist es hilfreich, dass der Gesetzgeber die Städte und Gemeinden in der Pflicht sieht, für die Fundtiere in ihrem Einzugsbereich zu sorgen. Viele Gemeinden übertragen diese Aufgabe per Vertrag an Tierschutzvereine, die wiederum Tierheime oder -auffangstationen betreiben. Dafür zahlen die Gemeinden finanzielle Zuschüsse. Meist handelt es sich um eine Pauschale, die sich nach der Einwohnerzahl richtet. Der Deutsche Tierschutzbund und auch der Freistaat empfehlen mindestens 1,50 Euro pro Einwohner. Und selbst dieses Geld reicht noch nicht, um den Tierheimbetrieb – von Futter- und Tierarztkosten bis zu Personal- und Betriebskosten – finanzieren zu können, die Vereine bleiben auf Spenden angewiesen.

Der Tierschutzverein Meiningen hatte über viele Jahre Verträge mit Pauschalen von lediglich 0,50 Euro. Die tatsächlichen Kosten waren weit, weit höher. Im Jahr 2019 liefen allein 35.000 Euro an Tierarztkosten auf. Um die Finanzierungslücke zu verkleinern, wurden die Verträge zum 1. Januar 2020 endlich verändert. Zu zahlen sind nun 1,00 Euro pro Einwohner. Die meisten Vertragsgemeinden haben diese Notwendigkeit eingesehen und die aktualisierten Verträge unterzeichnet. Einige Kommunen kamen sogar neu hinzu, andere aber waren nicht bereit zu einer Kostenanpassung. Das müssen wir akzeptieren. Doch deren Fundtiere können wir nun leider nicht mehr aufnehmen. Konkret handelt es sich dabei um die Ortsteile der Rhönblick-Gemeinde.

Generell fühlen wir uns als Tierschutzverein Meiningen für den ehemaligen Altkreis Meiningen (ohne Römhild und Umgebung, dafür mit der Dolmarregion) zuständig, das gilt insbesondere für behördliche Einweisungen (über Polizei, Gericht, Veterinäramt, Ordnungsamt) und für unsere Kastrationsaktion für Streunerkatzen. Bei den Fundtieren aber sind die Verträge für uns bindend. Da nicht alle Gemeinden Verträge über die Aufnahme von Fundtieren mit uns abgeschlossen haben, müssen diese Gemeinden ihre Fundtiere anderweitig unterbringen.

Besondere Regeln gelten noch für Totfunde. Die holen wir nur in der Stadt Meiningen und ihren Ortsteilen sowie in den erfüllten Gemeinden ab. Auch die Feuerwehr Helba ist nur in diesem Territorium zur Tierrettung außerhalb der Tierauffangstation-Rufbereitschaft im Einsatz, in den übrigen Regionen müssen andere Wege gefunden werden, ein Tier einzufangen und zu uns zu bringen. Erster Ansprechpartner ist dort das jeweils zuständige Ordnungsamt, zweiter Ansprechpartner ist die Polizei.

Unsere Vertragsgemeinden hinsichtlich der Aufnahme von Fundtieren sind ab dem 1. Januar 2020:

1) die Stadt Meiningen mit ihren Ortsteilen Dreißigacker, Einödhausen, Henneberg, Herpf, Meiningen, Stepfershausen, Träbes, Wallbach, Walldorf und Unterharles.

2) die erfüllten Gemeinden von Meiningen – das sind Sülzfeld, Untermaßfeld, Rippershausen mit Melkers und Solz

3) die Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke mit den Gemeinden Bauerbach, Belrieth, Christes, Dillstädt, Einhausen, Ellingshausen, Kühndorf, Leutersdorf, Neubrunn, Obermaßfeld-Grimmenthal, Ritschenhausen, Rohr, Schwarza, Utendorf und Vachdorf

4) die Einheitsgemeinde Grabfeld mit den Ortsteilen Bauerbach, Behrungen, Berkach, Bibra, Exdorf, Jüchsen, Nordheim, Obendorf, Queienfeld, Rentwertshausen, Schwickershausen, Wölfershausen und Wolfmannshausen

5) die Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt. Das sind die Stadt Wasungen mit ihren Ortsteilen Metzels, Hümpfershausen, Oepfershausen, Unterkatz, Wahns und Wasungen, die Gemeinde Schwallungen mit ihren Ortsteilen Eckardts, Schwallungen, Schwarzbach und Zillbach, des Weiteren die Gemeinden Mehmels und Friedelshausen

Welche Fundtiere können wir nicht mehr aufnehmen?

Nicht mehr zuständig sind wir für die Gemeinde Rhönblick mit den Ortsteilen Bettenhausen, Geba, Gerthausen, Gleimershausen, Haselbach, Helmershausen, Hermannsfeld, Seeba, Stedtlingen und Wohlmuthausen.
Wer in dieser Region Tiere findet, wird gebeten, sich an die Gemeindeverwaltung,
Ordnungsverwaltung oder Verwaltungsgemeinschaft zu wenden, die eine eigene Lösung finden MUSS.

Nicht zuständig sind wir außerdem für die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön. Dazu gehört die Stadt Kaltennordheim mit ihren Ortsteilen Andenhausen, Aschenhausen, Fischbach, Kaltenlengsfeld, Kaltennordheim, Kaltensundheim, Kaltenwestheim, Klings, Melpers, Mittelsdorf, Oberkatz und Unterweid, des Weiteren die Gemeinden Birx, Erbenhausen mit den Ortsteilen Schafhausen und Reichenhausen sowie Frankenheim und Oberweid.
Auch hier müssen sich Tierfreunde mit Fundtieren an die Ordnungsverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft wenden.

Im Interesse der Tiere hofft der Tierschutzverein, dass sich die Zusammenarbeit mit den Rhöngemeinden fortsetzen lässt.