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Zum Hunde-Glück fehlt das passende Umfeld - Wer kann helfen?

Veröffentlicht am: 2019-11-22 23:09:31

Manche Tiergeschichten scheinen einfach kein Happy End finden zu wollen, so sehr sich Tierfreunde auch darum bemühen. Oder doch? Manchmal ist es wohl nötig, erst die Menschen sorgenfreier zu machen, damit auch ihre Tiere glücklich werden können. Viele Monate lebte ein vierbeiniges Sorgenkind in der Obhut des Meininger Tierschutzvereins. Im Hundehaus und auf dem Gelände der Tierauffangstation fühlte sich die hübsche eigenwillige Hündin mit dem glänzenden Fell durchaus wohl. Kein Wunder: Viele Tierfreunde aus dem Verein, die regelmäßig im Tierheim ein- und ausgehen, hatten das große Mädchen mit dem steinerweichenden Hundeblick in ihr Herz geschlossen. Und auch Gassigänger fanden sich bereit, mit der vierbeinigen Schönheit auszugehen. Doch so treuherzig und liebenswert sie einerseits war, so zickig reagierte sie hin und wieder, zog an der Leine und schnappte nach Mensch und auch Tier, wenn ihr etwas missfiel. Mehrfach schon hatten sie Interessenten fest in ihr Herz geschlossen. Trotzdem blieben alle Vermittlungsversuche erfolglos. Mal passten die Haltungsbedingungen nicht, mal die Halter. Bis sich eines Tages das Blatt zu wenden schien.

Das heutige Frauchen ließ nicht locker, besuchte die Hündin immer wieder, freundete sich eng mit ihr an und tat alles, ihr ein schönes Zuhause zu bieten. Damit überzeugte sie auch die Vorkontrolleure des Meininger Tierschutzvereins, die stets prüfen, ob ihre Schützlinge auch wirklich in gute Hände kommen. Zunächst sah alles danach aus. Die temperamentvolle Hündin zog zu Frauchen in einen ruhigen Teil der Stadt, hatte einen Garten zur Verfügung, um sich auszutoben, Spazierwege ringsum und bekam sowieso alle Liebe ihrer neuen Besitzerin. Bald aber begann der Ärger. Frauchen konnte in ihrer Mietwohnung nicht länger wohnen bleiben und zog notgedrungen mit ihrer tierischen Mitbewohnerin in die Stadtmitte. Kein guter Ort für die quirlige Hündin, die mit den vielen Menschen, Hunden und lauten Geräuschen zusehends Probleme bekommt. Auch weiterhin erhält Frauchens Liebling herzliche Zuwendung, doch traut sich die Hundehalterin immer weniger, die kleine Wohnung zu verlassen. So fehlt ihrer unternehmungslustigen Begleiterin auf vier Pfoten die aktive Beschäftigung. Die Wohnung ist einfach zu klein für ein solches Tier.

Und schon ist die Hündin erneut ein Sorgenkind. Frauchen und Hundefrauchen sind sehr unglücklich mit der Situation, eine neue Umgebung für das Zweierteam ist nicht in Sicht. Um den beiden zu helfen, wird nun ganz dringend eine Wohnung gesucht: Eine Mietwohnung, ein kleines Häuschen – etwas in der Art, aber möglichst wieder am Rand der Stadt gelegen mit viel Gartenfläche und weiterem Grün drumherum. In einer solchen Umgebung könnten beide wieder zur Ruhe kommen und doch noch miteinander glücklich werden. Wer kann den Zweien helfen?